Am frühen Freitagmorgen trafen sich 6 SACler am Bahnhof in Meiringen. Zuerst mit dem Zug, und drei mal Umsteigen nach Turtmann, wo uns ein Büssli anschliessend zur Gondelbahn Oberems fuhr. In Oberems ging es dann weiter, mit einem Taxi nach Meiden. Es erinnerte ein wenig an Pakistan oder Nepals Strassen, wer schon dort war, denn die Strasse nach Meiden war eng und holperig. Zuerst gab es mal im Gasthaus Schwarzhorn ein Kaffee zur Stärkung oder wie auch immer auch zum ganz wach werden. Dann endlich los, schliesslich waren 5h Weg vor uns. Zuerst ging es an der Meidstaffel vorbei, einer schönen, kleinen Alp. Dann erreichten wir ein Plateau wo wir nach ca. 1h eine kleine Pause machten. Dort hatten wir bereits eine schöne Aussicht zum Bishorn, Brunegggletscher, Augstbordpass und dem Diablons, nur um wenige zu nennen. Nach kurzer Rast legten wir Richtung Meidsee los, wo dieser dann als Pausenort diente.
Da der Weg markiert ist, bot es auch später keinerlei Probleme den Meidpass auf 2790m zu erreichen. Nach kurzer Pause auf dem Pass waren noch 2 h zu laufen. Nach knapp 5 h Fussmarsch ab Meiden, erreichten wir die schön gelegene Bella Tola Hütte auf 2340m . Dort bot sich eine schöne Aussicht auf Matterhorn, Weisshorn, Dent Blanche, Zinalrothorn und viele andere Gipfel.
Nach einem guten Nachtessen mit Poulet und Spaghetti, sowie einem feinen Walliser Rotwein, ging es um 22.00 Uhr zu Bett. Die Hütte hatten wir für uns alleine, die Wartin war zu einem Fest eingeladen. Und schliesslich wollten wir anderntags um 08.00 Uhr wieder losgehen.
Am Samstagmorgen legten wir los mit dem Ziel Rothorn 2998m und den Bella Tola auf 3025 m, später Einkehr zur Jllhornhütte. Es standen 5-6h Marsch und 700 Höhenmeter vor uns. Die Route führte zu einer Schutzhütte auf 2900m, dann von dort auf den Gipfel des Rothorn, später über den „Grat“ zum Hauptgipfel. Die Sicht war wegen Nebelschwaden nicht so super, doch vieles konnte man noch sehen. Runter ging es vom Col de Bouef in 1,5h hinab zum Plateau wo wieder die Bella Tola Hütte war, dort vorbei horizontal wieder in 1,5h zur Jllhornhütte auf 2130m.
Am Abend wurden wir in dieser alten, kleinen CAS Hütte überrascht. Keine Hüttenfinken, kleine alte Zimmer, kleiner Esssaal usw. Doch das Essen, wow, liess alles vergessen. Dem Hüttenwart sei gedankt. Feines Rösti mit Speck, Zwiebeln und Spiegelei oder Hirschschnitzel auf heissem Stein gegrillt mit Beilagen, und das mit Nachschub, dass unsere Bäuche fast platzten, das hätten wir uns nie träumen lassen. Bravo. Haben wir im Nachhinein vernommen dass diese Hütte mi t 30 Betten bei den Einheimischen ein Geheimtip fürs Essen ist, nicht aber fürs Übernachten. Doch für eine Nacht lohnte es sich. Am anderen Tag stand das Jllhorn auf dem Programm, um 08.00 war Start und in 1,5h waren wir oben und genossen den Tiefblick zum Jllgraben, Sierre, Leuk und den Berner Alpen. Weiter war via Col de l`Jll, der Jllsee ein Besuch wert, der Jllpass damit wir wieder auf der richtigen Seite waren und die Standseilbahn nach St Luc, für die wo wollten. Für die anderen war ein Fussmarsch nach St. Luc auch möglich.
Gegen Nachmittag stand dann die Heimreise vor uns. Mit Bus bis Sierre, dann mit Zug via Visp, Spiez nach Meiringen, wo wir gegen 19.10 Uhr eintrafen.
Teilnehmer: Gertsch Fritz, Wieland Margreth, Baumgartner Heidi, Zumstein Walter, Böbner Karin Caroselli Franco ( Tourenleitung, Bericht und Fotos)