ältester Übergang vom BO ins Wallis - wir machten es umgekehrt am 30./31. August 2011 mit 14 Personen
Etwas wolkig war es, als wir in Meiringen Richtung Lötschental fuhren.Im Zug versuchte ich die neuen Namen zu sortieren. Gut gelaunt mit vielen „aah das bischt dü „kamen wir in Goppenstein bei schönem Wetter an. Richtig! „nach em Loch“begrüsste uns die Sonne als wir mit dem Postauto nach Wiler fuhren. Mit der Kabinenbahn bis Lauchernalp endete unsere rollende Reise, nun gings ans eingemachte. Margreth zählte nochmals Ihre Schäfli, dann gings obsi. Hermann war die Lok und das in diesem Alter, ich war beeindruckt! Die Sicht auf die Berge und Gletscher waren fantastisch und die Herbstblumen wunderschön.
„Znienipöisen“machten wir inmitten schwarzen und silberfarbigen Kühen und bald „sin o Bänzen mit lüütem Bäähh zun is chun (hein sicher dMargreth kend)“. Fotos wurden gemacht, gespiegelt wurde, die Bietschhornhütte gesucht und später auch gefunden und es gibt Leute die kennen alle Berge mit Namen. Bravo!
Bald gings weiter, je höher, je steiler und steiniger wurde es. All die schönen Steine, aber es war noch zu früh zum sammeln. Den Schnauf brauchte es gehörig bei dem steilen Weg aber das schafften wir gut nach dem Z`Mittag, der nicht ganz am vorgesehen Ort stattfand.
35 Gesteinsarten gibt es hier. Unglaublich schön diese Felsformationen und Felsarten, es lässt mich immer wieder staunen in welch prächtiger Welt wir leben dürfen. Plötzlich war die Lötschenhütte da, eine schöne Neue Minergiehütte mit 70 Plätzen und schönen Zimmern. Und noch etwas war da! Steinböcke! Prachtexemplare! Nach dem „ghirmen“ und etwas trinken und Zimmerbezug gingen zwei auf die Gizifurggu und wir vier Richtung Hockenhorn,
Steine wurden bestaunt und gesammelt. Das Bietschhorn ist von hier oben noch schöner, alles war schöner in diesem Licht. Und beim Nachtessen sahen wir ganz spezielle Wolken, die wir alle noch nie gesehen hatten, sie sahen aus wie aufeinander gereihte Ufos.
Nach einer Sternenklaren windiger Nacht erwartete uns ein kalter und wunderschöner morgen. Der Abstieg vom Pass ins Gasterntal ist fast durchwegs recht steil. 1400 Hm bis nach Kandersteg. Kurz nach der Hütte sind einige Passagen durch steile Felsbänder zu überwinden. Vor dem traversieren des Lötschengletschers, geht der wieder hergestellte Römerweg rechts weg. Schon um 6000 v. Chr. muss der Pass begangen worden sein. Wir entschieden uns über den Gletscher zu gehen, der mit Schutt und Geröll bedeckt ist. Nun gings wieder steil hinunter und die Knie mussten leiden. Wen wundert’s wo wir „Zninihalt“ machten? „Bin den Bänzen deich!“
Der Römerweg wurde dann ausgekundschaftet und wir staunten, wie man früher mit so einfachen Mitteln einen Pass, der so steil ist, überqueren konnte.
Bei der Gfelalp vorbei mit letztem Blick ins wildromantische hintere Gasterntal ging es im schattigen Wald Richtung Selden weiter. Nach der holzigen Hängebrücke waren wir am Ziel unserer Wanderung. Zmittagessen, ghirmen, schlafen dachten die einten. Doch Rösli entdeckte neben dem Hotel eine Holzige Kegelbahn und es wurde gekegelt was das Zeug hielt, mit und ohne Schuhe. D`Simmentaleri führte lange, bis dann doch noch ein Hasler gleichzog!!!
Mit Bus gings durch das Gasterental Richtung Kandersteg, vorbei an schönen Wasserfällen und Auenwälder. Ein letzter Höhepunkt war die Chlus, eine enge tief eingeschnittene Schlucht der Kander. Gesund kamen wir in Meiringen an, glücklich und zufrieden von einer wunderschönen Tour, Margreth wir danken dir dafür!
Meine erste Tour mit der SAC Sektion Oberhasli war so schön, dass ich gerne wieder einmal mitkomme.
Frieda Merlo