6. Februar 2011
Die JO Obwalden konnte bei strahlendem Aprilwetter mit 6 Teilnehmern eine Tour im letzten Schnee auf das Mandli durchführen. Und das Anfang Februar…
Wir trafen uns um 8:00 in Sarnen am Bahnhof. Pünktlich mit Bruno, welcher mit seinen 2 Töchtern von Giswil gestartet ist, treffen wir auf dem Parkplatz an der Mörlistrasse ein. Es hat erstaunlicherweise extrem viele Autos, was bei diesen Schneeverhältnissen welche zurzeit vorherrschen nicht als üblich bezeichnet werden kann. Beim Einstieg in die Bindung löst sich das Rätsel. Da steht ein Schild, das Insidern klar macht, dass das Inferno Rennen des Skiclubs Giswil stattfindet und Outsidern, dass man auf schnelle Skifahrer in der Gegenrichtung achten muss.
Mit diesen Infos ausgerüstet, konnte es dann zügig los gehen . Bis kurz vor Hinter Brosmatt, verlief der Aufstieg ohne weiteren Zwischenfälle. Hier mussten aber erste Blasen verarztet werden. Durch den Grüenwald gings dann zügig weiter nach Fluonalp. Ein kurzer Energietankstopp füllte unsere Batterien. Bei Temperaturen von 9° C auf 2000 Metern und strahlendem Sonnenschein ein sehr angenehmes Unterfangen. Beim weiteren Aufstieg zum Gipfel zeigte sich dann die Schattenseite dieses komfortablen Wetters. Eigentlich alle bis auf keinen bekamen Tschollen an den Fellen. Nichts destotrotz erreichten wir den Gipfelhang. Während den letzten Metern durften wir beobachten wie der Skiclub Giswileinen Massenstart im Gipfelhang hinlegte. Spektakulär!
Den Gipfel durften wir dann, trotz der vielen Leute am Berg, alleine geniessen. Viel Schoggi und Dörrfrüchte bei Gesprächen über Gott und die Welt, Gipfelsuchen und anderen wichtigen Dingen wie Facebook und Peakfinder und anderen Dingen die angebissene Äpfel so können, genossen wir die Zeit, die man zwischen Ankunft am Gipfel und Abfahrt vom Gipfel so erlebt.
Die Abfahrt auf der windgepressten, zastrugigen, pulfrigen, sulzigen, deckligen und komischen Schneedecke erwies sich als wahrer Genuss. Besonders für die, die noch irgendwo bei ein paar Bäumen oder hinter einem Stein noch etwas Powder entdeckten. Dabei gab es noch 3 Gemsi am Rosstock zu beobachten.
Zurück auf der Fluonalp gab es noch eine Barryfoxübung. Als Steigerung des Schwierigkeitsgrades wurde einmal ein Barryfox nicht im Schnee vergraben ,sondern in die Jackentasche gesteckt. Dies wirkte besonders verwirrend, weil sich die zwei die grad mit der Suchübung dran waren sich für ein Analoges Barryvox 65 zum suchen entschieden haben. Der Rest war jeweils, wieder Schoggi essende, Jury und Fachkommentatoren unter der Leitung der frisch mit dem Lawinen FK ausgerüsteten Leiter Ueli und Mek.
Bis zum Parkplatz gab es die letzten Flecken Schnee auf der Strasse zu finden und zwischen den Sulzbänken, und Eisblattern Skiakrobatik zu praktizieren.
Mit braungebrannten Gesichtern, viel Sonne im Bauch, 2 Blasen und 9 mehr oder weniger müden Skifahrern und Telis darf diese JO Tour doch als voller Erfolg und Genuss bezeichnet werden. Ich freue mich auf das nächste Wochenende.
Ueli Fischer