Liebe Clubmitglieder
Für eure Treue zum SAC und zur Sektion Oberhasli danke ich vielmal. Es
ist nicht selbstverständlich, dass über 1`700 Mitglieder den
Jahresbeitrag pünktlich bezahlen und aktiv oder passiv am Clubleben
teilnehmen.
Wir werden an der kommenden Generalversammlung vom
24. Januar 2009 in der Aareschlucht versuchen, nur noch kurz Rückschau
auf das vergangene Jahr zu halten, damit mehr Zeit bleibt, in die
Zukunft zu blicken. Darum bitten wir euch, unsere Jahresberichte auf
den kommenden Seiten gut zu lesen.
Der VORSTAND erledigte seine
Geschäfte in 12 Sitzungen. Daneben fanden wie üblich Besprechungen und
Begehungen im kleinen Gremium statt zur Erledigung kurzfristiger
Angelegenheiten. Zudem wurden an Bernischer- und Schweizerischer
Präsidentenkonferenzen, Abgeordnetenversammlung, Orientierung
Schneeparadies, Umweltschutztagung, Foren Alpenlandschaft Zukunft,
Einspracheverhandlungen Schutzgebiet Engstlen sowie weiteren Sitzungen
vor allem in Sachen Natur- und Umweltschutz teilgenommen.
Im
ZENTRALVERBAND wurden im Berichtsjahr folgende wichtigen Geschäfte
bearbeitet: Jahresbericht, Jahresrechnung, Budget, Mehrjahresplanung,
Projekt Alpenlandschaft Zukunft, Erneuerungsgesuche der Sektionen
Mythen und Tödi für die Lidernen- und Leglerhütten, Statutenanpassung
Anzahl Mitglieder pro Abgeordnete, Anpassung Hüttenreglement und
Genderanalyse. Besonders das Projekt Alpenlandschaft Zukunft der
ZV-Umweltkommission scheint uns in nächster Zeit stark in Anspruch zu
nehmen. Eine Mehrheit im SAC hat sich zum Ziel gesetzt, eine
Schutzkarte von den Schweizer Alpen zu erstellen. Das Pilotprojekt,
welches auch ein Teil unserer Region behandelt, läuft. Erste Ergebnisse
sind in einem Jahr zu erwarten.
Die ALPBACHSCHLUCHT wurde am
24. Mai 2008 eröffnet. Mit gleichem Elan, wie die Schlucht neu gebaut
und renoviert wurde, inszenierten die Leute rund um den Hauptinitianten
Hanspeter Thöni auch die Eröffnungsfeier. Dieter Schlatter hat uns
gezeigt, wie man eine solche Feier organisiert und managt. Herzliche
Gratulation.
Die GEMEINSCHAFT FÜR DIE ENTWICKLUNG DES
REICHENBACHTLLAS hat sich unter dem Präsidenten Ernst Kohler sen. neu
formiert. Wir haben unsere Interessen in Bezug auf Elektrizität für die
Brochhütte angemeldet.
Der neue HÜTTENWEG BELLWALD -
FINSTERAARHORNHÜTTE war eine unserer Hauptaufgaben im vergangenen Jahr.
Nach etlichen Besprechungen und Begehungen konnten wir im Juni mit den
Arbeiten am Weg beginnen. Viele Fronarbeitsstunden von Mitgliedern und
sparsames Planen garantieren die Einhaltung des Budgets. Die Gemeinde
Bellwald, unser Mitglied Hannes Walz, die Emil Huber-Stockar-Stiftung
der ZV-Hüttenfond und weitere Spender haben uns ermöglicht, den Weg mit
Tritten, Drahtseilen und Leitern auszurüsten und die notwendigen
Heliflüge, Materialien, Werkzeuge etc. zu finanzieren. Etwas
kostspieliger als vorgesehen scheint die Beschilderung mit
Berg-Wegweisern und Hinweistafeln zu werden. Die schlichte
Einweihungsfeier für den Weg haben wir provisorisch auf das Wochenende
vom 18./19. Juli festgesetzt. Bitte Datum reservieren.
Das BROCHFEST vom Bettag, 21. September wurde bereits zum vierten Mal
durchgeführt. Der Sonntag im Broch war ein sehr gemütlicher Clubanlass
für Gross und Klein. Die Terrasse war während des ganzen Tages trotz
Bise voll besetzt. Viele „Dabei gewesene“ verlangen nach einer
Fortführung des Festes. Obwohl wir diverse Massnahmen unterstützen,
damit die Brochhütte floriert und rentiert, muss sie in Zukunft noch
vermehrt unsere Clubhütte sein, in der wir uns treffen und uns zuhause
fühlen, wie eben jährlich am Brochfest.
Für die Volksinitiative ABSCHAFFUNG DES VERBANDSBESCHWERDERECHTS
wollte der Vorstand keine Stellung beziehen, wie das der ZV tat und von
seinen Sektionen gerne gesehen hätte. Erstens sind die
Mitgliederstrukturen unserer Sektion zu vielfältig, um einen
gemeinsamen Nenner zu finden und zweitens möchten wir in Zukunft mehr
Alpinismus und weniger Politik betreiben.
Gegen die Revision des NATURSCHUTZGEBIETES ENGSTLEN - JUNGIBÄCH - ACHTELSSAAS
haben wir bei der Gemeinde Innertkirchen Einsprache erhoben. Unser
Begehren ist, dass Bergsteiger das gesamte Gebiet zu Fuss, mit Ski oder
Schneeschuhen nach wie vor auch im Winter betreten dürfen. Gegen das
Verbot von Motorfahrzeugen haben wir nichts einzuwenden. Nach ersten
Einspracheverhandlungen mit dem Naturschutzinspektorat wurden die
Neu-Regelungen zwar etwas angepasst. Wir haben unsere Einsprache
aufrechterhalten und werden uns dafür einsetzen, dass Fussgänger keinen
Einschränkungen unterliegen.
Die AUFFAHRTSZUSAMMENKUNFT in
Adelboden war einmal wieder sehr gut besucht. Auch wir Hasler waren gut
vertreten. Im 2009 wird die Zusammenkunft von unserer Nachbarsektion
Interlaken organisiert.
Die RETTUNGSSTATION KERNS ist neu im
Verein Rettung Zentralschweiz organisiert. Sie bleibt eine
Unterorganisation der Sektion Oberhasli.
Leider sind unsere
beiden VORSTANDSMITGLIEDER Alois von Euw und Simon Winterberger
amtsmüde geworden. Alois wurde im Jahre 2003 in den Vorstand gewählt
und war während 6 Jahren ein sehr umsichtiger Senioren-Obmann.
Unzählige Touren, Wanderungen und Veranstaltungen hat er organisiert
und durchgeführt. Er war nicht nur bei seinen Senioren sehr geschätzt
und beliebt, sondern auch bei uns im Vorstand. Seine ruhige
Fachkompetenz und vor allem seine kameradschaftliche Art werden uns
fehlen.
Simon
hat eine bewegte SAC-Zeit hinter sich. 1997 übernahm er unsere JO,
baute sie aus, führte die MuKi/VaKi-Kurse und das Kinder-Bergsteigen
ein und engagierte sich auch sonst sehr stark in unserem Vorstand. Nach
10 Jahren JO-Leiter kümmerte sich Sime in den letzten zwei Jahren noch
um das neu geschaffene Vorstandsamt Umwelt. Auch Sime wird dem Vorstand
nach total 12 Jahre engagierter Tätigkeit sehr fehlen. Wir werden
versuchen, der GV im Januar 2009 für beide Abgänger würdige Nachfolger
vorzuschlagen. Zu unseren Ressorts JO,
Senioren, Aktive, Rettung, Umweltschutz, Ortsgruppe Obwalden,
Brochhütte, Finsteraarhornhütte bitte ich euch, die Jahresberichte der
entsprechenden Vorstandsmitglieder in diesem Blettli zu beachten.
Ich freue mich, viele von euch an unserer GV am 24. Januar begrüssen zu dürfen.
Roli Frutiger, Sektionspräsident