Bergwanderung zur Glattalp vom 28. Juni 2011

Treffpunkt um 6.00 Uhr bei der Tennishalle war abgemacht. 5.15 Uhr: Ein Auto fällt aus! Schnell umdisponieren... Es klappt. Dank Vreni, die auf die Tour verzichtet, haben alle eine Fahrgelegenheit. Hoffentlich kommt nicht noch mehr Unvorhergesehenes... Doch das Wetter ist super, ausser ein paar kleinen Wölkchen verspricht es, ein herrlicher Tag zu werden.

Pünktlich um 6.15 geht’s los, neun erwartungsvolle SeniorInnen verteilen sich auf die beiden Autos, im Ländle muss nur noch Hermann aufgeladen werden, dann sind wir vollzählig. Via Brünig, Seelisbergtunnel, Axenstrasse und Schwyz fahren wir ins Muotatal/Bisistal.

Ein zartes Nebeli liegt auf der Muota, deren Restwasser oft im steinigen Bachbett verschwindet. Schmaler wird die Strasse, wilder die Umgebung, und bald sieht es fast so aus, als ob’s nicht mehr weiterginge.

Dann fährt Alois auf den Parkplatz vom Restaurant Schwarzenbach, wo uns die freundliche Wirtin herzlich willkommen heisst. Mit Kaffee und Gipfeli und einer herrlichen Aussicht über’s Tal stärken wir uns für den Aufstieg zur Glattalp. Nach kurzer Fahrt sind wir bei der Talstation der Glattalp Bahn, im Sahli, wo wir uns von Martha und Bernard verabschieden, da sie die Gondel benutzen wollen.

Gemütlich nehmen wir den Aufstieg unter die Füsse. Noch ist es kühl im Schatten der Berge und der Bäume. Und je höher wir steigen, desto schöner präsentiert sich die Landschaft. Schroffe Felsen, Karst, liebliche Alpen, ein See auf der gegenüberliegenden Talseite. Dort geht es über den Kinzigpass nach Braunwald. Weidende Kühe, Pferde mit Fohlen begegnen uns beim Aufstieg. Und langsam wird es stotziger, Vierradantrieb wäre nicht schlecht!

Weiter oben sind drei Männer daran, den Weg auszubessern und zu sichern, wohl für’s Vieh, das dort hinauf muss. Ein kleines blondes Meiteli und zwei Hütehunde begrüssen uns schüchtern, aber freundlich.

Dann sehen wir die erste Hütte, weiter oben die Station der Seilbahn und dann wird es ebener, es geht sogar bergab! Wir kommen aus dem Schatten in die Sonne – gut war’s nicht immer so... Aber wunderschön ist es hier oben! Es blüht, als hätte jemand einen Steingarten angelegt. Im Bergrestaurant werden wir freundlich begrüsst und es ist gut, dass Alois reserviert hat! Die beiden Bähnlipassagiere sind auch angekommen, und so lassen wir uns den feinen z’Mittag schmecken. Man sollte nicht meinen, dass man auf einer Alp ist!

Ein Verdauungsspaziergang zum Glattalpsee wäre jetzt wohl das Richtige! Gesagt, getan. Farbige Pölsterli, soweit das Auge reicht- „aber dä See cha dänn  em Engschtlesee nit’s Wasser büte!“

Am Himmel ziehen langsam dunkle Gewitterwolken auf und lassen es ratsam scheinen an den Heimweg zu denken. „Zu Fuss oder mit dem Bähnli?“ Mit dem Bähnli, ist man einhellig der Meinung in Anbetracht des stotzigen Weges.

Noch ein Kaffeehalt in der SAC Hütte, dann heisst’s Abschied nehmen von der schönen Alp.

Unten empfängt uns brütende Hitze und so beschliessen wir, auf dem schnellsten Weg wieder zurück ins Hasli zu fahren.

Vielen Dank den beiden Chauffeuren/ der Chauffeuse für die sichere Fahrt und Alois für die schöne, gut organisierte Tour!

Margreth Rufibach, Margrith Bolliger, Käthi und Bernard Lüthi, Elisabeth und Peter Steiner, Herrmann Berchtold, Martha Moor und  Frauke von Euw (Bericht)