Bergfrühling auf der Simmefluh- Sunnighorn 1397m.

Ein fast senkrecht in die Höhe führender, mit einigen drahtseilgesicherten Pfade führt durch eine gut 700m hohe Sonnenflanke auf ein Aussichtsgipfel ersten Ranges. Das steht im Wanderbuch. (Anker, Berner Oberland, 50 Touren. Rother-Verlag 2009)

Die Wetterprognose ist wieder eindeutig: wir gehen. Vierzehn direttissimasüchtige SeniorInnen verteilten sich in die Autos und fuhren nach Wimmis-Brodhüsi.

Aebi Hans unser Führer, startete mit dem gewohnten gemächlichen Schritt. Denn es fing schon“ stotzig“ an und Kraft und Schnauf braucht`s bis zum Ziel, Sunnighorn. Die Sonne wärmt uns schon bald den Rücken. Die ersten künstlichen Stufen sind zu überwinden. Der blick in die Tiefe! Ein gutes Gefühl mit dem fest montierten Drahtseil. In einer  gut geschützten Höhle, der Adlerhorst, mit Bank und Büchse mit Wandbuch, schmeckt das z`Nüni besonders.

Erstaunlich, wie wir trotz Steilheit, zügig voran kamen. Keine Gämsen waren zu sichtigen, welche uns „mühseligen Kraxler“ auslachen. Einzig ein Falk umschwirrte uns kurze Zeit. In allen Ritzen und Rissen wunderbare, gelbe Flühblumen, deren feiner Wohlgeruch  uns ständig begleitete.

Im oberen Drittel ist der Pfad wieder farbiger denn es gibt nun Grünes, Sträucher und knorrige Bäume und das Gefühl, trittsicherer zu sein. Nach einem Blitzschlag, August 1911, stand die ganze Fluh in Flammen. Danach entstand dieser Pfad.

Unser Ziel, das Sunnighorn ist nicht mehr fern. Ein Minicouloir ist noch zu überwinden. Dort ist auch eine Gedenktafel angebracht von einem Bergkameraden aus Brienz Dem sein Berglerherz dort hat aufgehört zu schlagen. Auf dem Gipfel ein Rundumpanorama. Ortskundig erklärte uns Hans die umliegende Bergwelt, Dörfer und Städte. Sogar weiterlaufen bis zum Stockhorn ist von hier aus möglich.

Zurück bis zum Grippelisattel, von dort einem ausgesetzten Felsband „Fliederhorn“ weiter in den Wald. Ein gut angelegter Zickzackweg führt rasch hinunter bis zur Kiesgrube. Dem rascheln nach gibt es Schlangen. Sahen auch einige welche sich rasch in Sicherheit brachten vor unseren groben Schuhen. Da zwei vorauseilten, waren unsere Autos auch schon bei der Zufahrtsstrasse. Den Durst stillten wir in einer kleinen Beiz in Brodhüsi.

In Wmmis ein kurzer Halt für ein Gruppenfoto mit der imposanten Wand im Hintergrund. Stolz, die geschafft zu haben, fuhren wir Richtung Brienz, zerstreuten uns ins Hasli und Ländli.

Hans und Brigitte, danke für die kundige Leitung!

Bericht: M.Rufibach